06. März 2010
Help the Oma – so nennt sich diese originelle Guerilla-Kampagne der Frankfurter Diakonie. Omas ziehen durch die Strassen und lassen sich von netten Menschen helfen, die daraufhin ein Lob und einen Flyer der Diakonie erhalten. Ziel ist, mehr Menschen für ein Ehrenamt in der Diakonie zu gewinnen.

Tags: Diakonie, Ehrenamt, Help the Oma
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05. März 2010
Eine attraktive und lustige Fundraising-Seite ist mykuh.com. Sie ist klar überschaubar, verständlich und macht das Spenden via Bankeinzugsformular sehr leicht – auch wenn der Betrag von €350 relativ hoch ist für eine Spontanspende im Internet. Die Idee wurde von der Werbeagentur Grimm Gallun Holtappels realisiert – für die Patengemeinschaft für hungernde Kinder e.V., die sich für indische Ureinwohner engagiert.
Nachdem die Agentur die Seite in der Fachpresse beworben hatte, bekam sie anscheinend Schelte von einer anderen deutschen Agentur, die die Aktion als reine Eigen-PR bezeichnete. Dies führte wiederum zu einer interessanten Diskussion im W&V Kontakter über die Zusammenarbeit zwischen Werbeagenturen und NPO.
Wir finden die Seite, wie gesagt, grundsätzlich fundraisingtauglich, aber uns fehlt die Einbindung in eine Gesamtstrategie der betreffenden Organisation. Das ist eben der Nachteil bei solch punktuellen Aktionen, die zwar in sich funktionieren (können), die Organisation als Ganzes aber nicht unbedingt weiterbringen. Abzulehnen sind derartige Aktionen natürlich nicht, denn sie können auf jeden Fall Spenden bringen. Mit einem integriert arbeitenden, strategisch aufgebauten und nachhaltigen Fundraising-Programm sollten sie jedoch nicht verwechselt werden.

Tags: MyKuh
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01. März 2010
Ob sich PETA mit dieser Kampagne einen Gefallen tut?
In den USA wirbt die Organisation seit Kurzem unter dem Slogan «Too much sex can be a bad thing… for little tigers too.» für die Kastration von Katzen und Katern und springt damit gleichzeitig auf die aktuelle amerikanische «Tiger-Bashing»-Schiene. Die Kampagne nutzt den geschmacklosen Medienaufruhr um die Affären von Tiger Woods, um zu erklären, dass unkastrierte Katzen eine astronomische Anzahl an Nachkommen und damit Leid für alle Katzen produzieren. Und um dafür zu plädieren, dass jeder Tierhalter sein Tier kastrieren lässt.
Wir denken jedoch, dass diese wichtige Botschaft so verpackt erstens unseriös wirkt und zweitens untergeht und dass sie in ihrer Geschmacklosigkeit sogar amerikanische Spender negativ beeinflussen könnte. Allerdings hat PETA unter dem gleichen Slogan auch schon den amerikanischen Pornostar Ron Jeremy (diesmal freiwillig) abgebildet... PETA ist bekannt für kontroverse Sujets – dies ist wohl jedoch das erste Mal, dass dazu ein Prominenter unfreiwillig eingesetzt wurde.
In Europa wäre wohl sowohl der Medienskandal als auch eine darauf basierende NPO-Kampagne völlig undenkbar. Was meinen Sie dazu?

Quelle:
Persönlich
Opposing Views
Helping Animals
Tags: PETA, Tiger Woods
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25. Februar 2010
Social Times meldet einen neuen Trend, der laut dem Forschungsunternehmen Gartner Research über kurz oder lang dazu führen wird, dass Unternehmen Email mit sozialen Plattformen ersetzen. Da mehr und mehr Angestellte soziale Netze innerhalb und ausserhalb der Corporate Firewalls nutzen und in absehbarer Zeit der Grossteil der Angestellten sowieso der «Generation Facebook» angehören wird, sagt Gartner voraus, dass bis 2014 20% der Unternehmensnutzer soziale Netzwerke für die Kommunikation nutzen werden anstatt Email. Die Statusmeldungen auf Plattformen wie Facebook und Twitter würden dann für professionelle Kommunikation genutzt und Unternehmen würden entweder eigene interne soziale Netzwerke entwickeln und/oder die Nutzung persönlicher Konten für den Beruf erlauben. Das Unternehmen SalesForce tritt nun auch schon mit dem ersten Unternehmens-Facebook namens «SalesForce Chatter» auf den Markt.
Das passt auch zur Meldung, dass facebook nun die Versendung von Emails innerhalb (und ausserhalb) der Plattform ermöglichen wird. Was bedeutet das für Email-Kommunikation mit Unterstützern und Spenderinnen? Nun, das bleibt abzuwarten – aber es bleibt auf jeden Fall empfehlenswert, sich auf den gleichen Kommunikationsplattformen zu bewegen, wie die Menschen, die man erreichen will.
Quellen und Weiterführendes:
Techcrunch
SocialTimes
Gartner Research
Mashable
Tags: email
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24. Februar 2010
Web 2.0 birgt Herausforderungen und Veränderungen, mit denen wir als Menschen und als Gesellschaft lernen müssen, umzugehen. Aber Web 2.0 schützt uns auch vor vielen Dingen. So wird eines heute – mit YouTube und Twitter und Mobiltelefonen – immer unmöglicher: eine Diktatur, in der Wenige die Meinung und den Informationsstand Vieler beherrschen können.
Dazu trägt auch ganz besonders die Non-Profit-Organisation WikiLeaks bei. Wie der Tagesspiegel am 16.2. schrieb, lässt sich heute einfach keine Information mehr «von oben» unterdrücken – egal ob «von oben» nun aus Regierungen, Banken oder grossen Unternehmen besteht.
Jetzt kann allerdings auch WikiLeaks nicht mehr ehrenamtlich arbeiten, sondern sucht Spenden, um den weiteren Betrieb zu gewährleisten. Ende Dezember ging die Seite sogar zwei Monate in Streik mit der Meldung «Wir schützen die Welt, aber wer wird uns schützen?». Bis heute kamen so die dringendsten Betriebskosten und die Seite ist in eingeschränkter Funktion wieder online.
Quelle:
Tagesspiegel «Verrat auf Nummer sicher», 16.2.2010
Tags: Wikileaks
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