Zwar erst ein winziger Tropfen, aber evtl. auch ein Zeichen eines kommenden Dammbruchs im Direktmarketing?
Laut einer Pressemeldung vom 15. Juni ist es ab sofort möglich, sich von der Schweizerischen Post physische, adressierte Briefsendungen vorab als „Kuvertansicht“ per Email schicken zu lassen. Dann kann man mit ein paar Klicks entscheiden, was mit den Sendungen geschehen soll: An eine physische Adresse weiterleiten lassen, Öffnen und den gescannten Inhalt per PDF schicken oder Archivieren in der persönlichen passwortgeschützten Swiss Post Box. Womöglich kann man nicht-erwünschte Sendungen auch gleich shreddern lassen?
Der Service ist kostenpflichtig und richtet sich vorerst hauptsächlich an Unternehmen (Siemens Mobility, Microsoft Schweiz, SwissPoll nutzen ihn schon), aber auch Privatpersonen in einer “immer mobileren Gesellschaft” sind eindeutig eine Zielgruppe des neuen Angebots.
Schauen wir einmal ein paar Jahre in die Zukunft: wie viele Spendenbriefe werden ihre Adressaten noch erreichen, wenn sie diese zusätzliche Hürde nehmen müssen?
Hier gehts zur Pressemeldung.
Tags: Direktmail, elektronische Post, Mailings

[...] am 29. Juni 2009 in unserem Artikel “Nein, diese Briefe les’ ich nicht!” noch mehr oder weniger eine Absichtserklärung der Schweizer Post war, wird langsam ganz normaler [...]