Auf SOFII diskutieren die amerikanischen Fundraiser Lisa Sargent und Sean Triner, ob und wann es OK ist, im Dankesbrief um eine weitere Spende zu bitten. Trotz ihrer kontroversen Headlines war interessanterweise keiner von beiden wirklich dafür.
Auch wir finden eine Spendenbitte im Dankesbrief kontraproduktiv. Die Frage ist doch: Warum schreiben Sie einen Dankesbrief an einen neuen Spender? Weil Sie wollen, dass der Spender sich geschätzt fühlt, wahr- und ernst genommen? Weil Sie hoffentlich langfristig denken und jeden neuen Spender als zukünftigen potentiellen Legatespender behandeln? Weil Sie der Lifetime-Value des Spenders interessiert und nicht die schnelle Spende? Weil Sie loyale Spender wollen.
Und loyale Spender wollen auch loyal behandelt – und nicht «gemolken» – werden.
Was hielten Sie denn von einem neuen Bekannten, der, nachdem Sie ihm gerade aus der Patsche geholfen haben, Ihnen mit der einen Hand auf die Schulter klopft und die andere schon wieder aufhält? Vielleicht ist er ja ein hoffnungsloser Fall und Sie helfen ihm aus Mitleid wieder? Oder Sie halten ihn für einen unhöflichen Schmarotzer? Beides ist keine Grundlage für Freundschaft, beides kann keine Grundlage für eine langfristige Spenderbeziehung sein.
Oder was meinen Sie? Was sind Ihre Erfahrungen mit Dank- und Spendebriefen?
