Social Media sind Netzwerke. Netze – wenn man sich mal an die in der Natur vorhandenen erinnert – bestehen aus miteinander verbundenen konzentrischen Kreisen.
Marketing-Spezialist Seth Godin schreibt in seinem Blog:
«Der erste Kreis ist der schwierigste: Freunde, Käufer, Abonnenten, Medien und andere, die unsere Argumente hören wollen. Ihnen erzählen wir über uns neues Produkt, unsere neue Schallplatte, unsere nächste Verkaufsaktion. Wir wollen mehr von ihrer Aufmerksamkeit und wir wollen mehr Menschen auf dieser Liste, denen wir was erzählen können.
Das jedoch lenkt uns ab vom wirklich wichtigen: dem zweiten Kreis.
Der zweite Kreis sind die Menschen, die vom ersten Kreis über uns hören. Wenn sie es toll finden, was wir tun und es sogar so toll finden, dass sie drüber reden, dann werden sie zwei oder sechs oder zehn Freunden davon erzählen. Und wenn wir wirklich gut sind, dann wird der zweite Kreis – also die Leute, die wir nicht mal kennen – einem dritten Kreis von uns erzählen. Und dieser dritte Kreis macht uns dann zum Hit, sorgt dafür, dass wir gewählt werden, dafür, dass unsere Idee gekauft wird.
Der grosse Graben liegt dabei zwischen unserem eigenen Enthusiasmus (HEY! KAUF! DAS!) und der eventuell lauwarmen Reaktion des ersten Kreises (Gähn…). Gute Marketer verbringen daher ihre Zeit nicht damit, den ersten Kreis zu vergrössern. Sie setzen alles daran, Dienstleistungen, Produkte und Geschichten zu erschaffen, die nicht in den grossen Graben fallen.»
