Laut einer Meldung der dpa/Nürnberger Nachrichten, die sich auf die Studie «Bilanz des Helfens» des deutschen Spendenrats beruft, haben deutsche Hilfsorganisationen und Kirchen im ersten Halbjahr 2009 um 6.3% weniger Spenden eingenommen (immerhin noch 847 Millionen Euro). Der Spendenrat begründet den Rückgang nicht mit der Wirtschaftskrise, sondern mit dem Fehlen von Naturkatastrophen im ersten Halbjahr. Und damit dass viele NPO wegen der Krise fast ein Drittel weniger Mailings verschickten, um Spendengelder zu sparen – und so allerdings auch weniger Gelder einnehmen konnten.
2008 war das Spendeneinkommen der Deutschen noch um 82 Millionen auf 2.16 Milliarden Euro gestiegen. 12.9 Millionen Spender (0.1% weniger als 2007) spendeten durchschnittlich ca. 167 Euro, eine Steigerung der Durchschnittsspende um 4.3 % gegenüber dem Vorjahr. Die weiterhin guten Ergebnisse trotz Krisenbeginn begründen sich laut Studie darin, dass mehr als die Hälfte der Spender über 60 Jahre alt waren und damit von den Folgen der Krise wenig bis gar nicht betroffen.
Im Dezember 2008 wurden übrigens 70 Millionen mehr Spenden eingenommen als im Dezember 2007! Die Spendenbereitschaft hat also insgesamt auch in der Krise nicht gelitten.
