Hashtags (#) sind Zeichen, die Twitterer nutzen, um Themen mit Schlüsselwörtern zu kennzeichnen, sodass sie leichter gesucht und gefunden werden können.
So gibt es auch den Hashtag #charitytuesday. Er wurde in der Twittergemeinde erfunden, um für Spendenthemen oder NPO zu werben.
Adrian Salmon, Annual Fund Manager der Universität von Leeds, England, startete am 17. November ein Hashtag-Experiment zusammen mit ein paar eingeweihten Kontakten. Er wollte das Thema «Spenden an Universitäten» promoten und schauen, welche Resonanz er dafür auf Twitter erzeugen konnte.
Er nutzte den #charitytuesday-Hashtag und schrieb zwei Tweets im Abstand von wenigen Minuten:
«About to send a #charitytuesday – do RT my next tweet!»
(Sende gleich einen #charitytuesday – bitte meinen nächsten Tweet RT (=retweeten)
«Why not give back to your UK university this #charitytuesday? http://bit.ly/Z0NDc Pls RT! 8:20 AM Nov 17th from web»
(Wie wärs wenn Ihr Eurer Universität was zurückgeben würdet an diesem #charitytuesday? http://bit.ly/Z0NDc Bitte RT!»
Die angegebene Kurz-URL bezeichnete eine Blogseite, die Salmon auf Posterous vorbereitet hatte. Dort erklärte er, warum es eine gute Sache ist, seine Alma Mater zu unterstützen und bot auch eine Liste mit Spendenseiten von Universitäten.
Am Tag danach berichtete er auf dem UK Fundraising-Blog über die ersten Ergebnisse. Er konnte zwar keine direkten Spendenresultate vorweisen, aber doch eine ziemliche Themen-Resonanz via Retweets bzw. Besuchen auf der Blogseite und auf der Spendenseite seiner eigenen Universität:
«Wir hatten 102 Tweets der Botschaft, der letzte erschien heute Morgen vom legendären Ken Burnett, also ist die Botschaft immer noch da draussen! Manche Leute kürzten den Link nochmals neu, das kann ich dann nicht direkt verfolgen. Das heisst, dass 102 die Mindestanzahl an Tweets ist…
Manche kamen auch via Facebook…
Ganz grob kann man davon ausgehen, dass jeder Mensch, der twittert, durchschnittlich 50 Follower hat. Dann bedeutet das, dass wir irgendwann gestern ca. 5′000 Kontakte auf dem First-Level erreicht haben…
Der Link wurde 634 mal angeklickt, das bedeutet einen Durchschnitt von 5 Klicks per Tweet…
Zwei Drittel kamen aus England, ein Drittel war international verteilt, hauptsächlich in den USA, aber auch in vielen anderen Ländern…
Die Spitzenzeiten waren zwischen 1 und 2 Uhr nachmittags hier in England und dann nach 4 Uhr nachmittags, als die Ostküste der USA online kam. Da waren es jeweils ca 20 Tweets pro Sekunde…
568 Besuche auf der Blogseite gestern, davon 96% neue Besucher. Die allermeisten lasen nur den Artikel und verliessen die Seite dann wieder. Jedoch gab es auch 166 neue Besucher auf der Liste mit Online-Spendenseiten, aus 34 Ländern…
Auf der Alumni Fundraising-Seite von Salmons Universität waren 86% mehr Besucher als am Tag vorher, aber noch keine Spenden. 12 Besucher schauten sich das Spendenformular an und 5 die Lastschriftenseite. Nur ein Drittel der Besucher waren neu auf der Seite, die meisten könnten andere Fundraiser gewesen sein…»
Fazit:
Twitter ist, solange es nicht um ein brandheisses oder sehr interessant aufgemachtes Thema geht, (noch) kein direktes Spendeninstrument. Es ist jedoch ein gutes Instrument, um in einer kleinen, aber kommunikationsaffinen Zielgruppe die eigene Botschaft zu verbreiten, bzw. sich als informierende und kommunizierende NPO zu positionieren. Wir selber folgen auf Twitter unter anderem @greenpeace_ch, @Tierschutznews und dem @WWF_Schweiz und freuen uns über Hinweise über andere aktiv twitternde NPO.
Tags: Greenpeace, Social Media, Twitter, WWF

Dann geh’ ich doch gleich mal followen!

Gruss
Gabriele Bryant
Danke für den interessanten Beitrag über Twitter & NPOs. Die Hashtag-Funktion von Twitter war uns bisher gänzlich unbekannt. Wir twittern übrigens hier: http://twitter.com/Projekt1000plus