Fundraising oder Social Media?

Vom 14. bis 16. April findet wieder der Deutsche Fundraising Kongress in Fulda statt. Und vom 16. bis 17. April findet in Berlin im Rahmen der re:publica die Konferenz re:campaign statt, in der es explizit um den Einsatz von Social Media durch NPO geht. Aus der Webseite:

Die re:campaign zeigt die besten Kampagnen im Netz und diskutiert mit NGO-Experten die Evolution des E-Campaigning. Als Partner der Social Media Konferenz re:publica bettet sich das Format in ein spannendes Umfeld von Meinungsführern im Web. Keynote-Sprecher präsentieren internationale Trends und Best Practice. Experten führender deutschsprachiger NGO stellen erfolgreiche Kampagnen vor, diskutieren etablierte Konzepte und tauschen sich über neue Wege und die neusten Tools aus. Besucher erfahren somit innovative Ansätze für die eigene Kampagnenarbeit. Sie nehmen Best-Practices mit und können von der Erfahrung langjähriger “digitaler Aktivisten” profitieren. Zugleich werden in Workshops die Grundlagen des Web 2.0 vermittelt:

* Twitter, Facebook & Co. – erfolgreich mit Social Networks
* Wie bringe ich es meinem Chef bei? Web 2.0 in der Organisation verankern
* Smart Mobs, Barcamps und “Hacks”: Demonstrieren & Mobilisieren 2.0
* Communities und Projektmanagement-Tools – E-Helfer für effizienteres Arbeiten

Wohin soll man nun bloss gehen? Wie sehen Sie das? Ist Re:Campaign für Sie schon eine Alternative zum Fundraising Kongress, der ja seit letztem Jahr oder so auch das eine oder andere Social Media-Thema für Einsteiger aufgreift? Oder ist es einfach nur äusserst schade, dass beide Veranstaltungen zeitgleich stattfinden? Wo sind Sie im April?

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9 Antworten zu “Fundraising oder Social Media?”

  1. Die Termin-Kollision ist schon schade, aber das Thema von re:campaign könnte der Kongress auch so nicht aufgreifen. Dafür fehlen einfach neue Konzepte und auch der Mut das aufzugreifen. Vielleicht ja, wenn nächstes Jahr ein neuer Dienstleister den Kongress übernimmt? Wer weiß? Die Ausschreibung ist zumindest schon durch und die Verhandlungen laufen – hört man.
    Viele Grüße aus Dresden

    Matthias Daberstiel

  2. Ich möchte noch ergänzen, dass das Thema Online-Fundraising und vor allem Fundraising mit Social Media DAS Thema des fundraising2.0CAMPs im Januar war. http://fundraising20camp.mixxt.de/

    Für alle Fundraiser kann es eigentlich nicht genug Web2.0-Barcamps, re:publicas, re:campaigns, socialbars und ähnliches geben. Es gibt noch so viel Relevantes auszuprobieren und zu lernen. Kein Ende in Sicht.
    Für mich steht fest, daß die Möglichkeiten der sozialen Medien sowohl unter monetärem Aspekt, dem Online-Volunteering als als auch Transparenz bei NGOs revolutionieren werden.

    Und für alle Vollblut-Social-Media-Fundraiser-NGO-Marketing-Freaks gibt es auch am 22.1.2011 wieder das 2. fundraising2.0CAMP!

  3. Ich denke, es braucht grundsätzlich beide Veranstaltungen. Den Fundraising Kongress, der eine möglichst grosse Bandbreite von Themen für möglichst viele Fundraiser aller Erfahrungsstufen bieten sollte – aktuell und innovativ, versteht sich. Und dazu noch ein gutes Forum fürs Netzwerken bietet.

    Und Events wie re:campaign, die tieferen Einblick und Austausch in und über ein neues und immer wichtiger werdendes Fundraising-Tool geben: social media.

  4. allesbesser sagt:

    Es ist schon ärgerlich, weil es die Trennung weiterhin festigt.

    Fundraiser ohne, oder mit wenig online-Erfahrungen gehen auf den Kongress, Geeks auf die re:publica. Dabei wäre es mal schön, gerade mit re:campaign, Einsteigern aus den NPOs ein Forum zu geben.

    Schöne Grüße
    Jona

  5. Klemens sagt:

    Ich kann mich Maik nur anschließen. Wenn der FR-Kongress dieses Jahr nicht besser ist, war ich (vorerst) das letzte Mal dort.

    Zu Oles Anmerkungen: Es zeigt sich dem Social-Media-offenen Fundraiser derzeit immer deutlicher, dass Kommunikation im Web2.0 nur als Gesamtkonzept funktioniert und isoliertes Fundraising im Web2.0 auch von den Ergebnissen recht verloren dastehen wird.

    VG
    Klemens

  6. Aua! Hoffentlich betreibt der Fundraising-Kongress auch Social-Media-Monitoring und holt sich so wichtiges Feedback zur eigenen Wahrnehmung…

  7. Maik sagt:

    Dieses Jahr noch mal Kongress. Dann endlich aus dem Verband austreten und zur re:campaign. Da eine Menge Menschen mit dem Kongress weiterhin unzufrieden sind (Kosten-Nutzen-Relation, fehlende Innovation, träge Szene), sollte die re:publica auch in Zukunft parallel laufen. Dann passiert vielleicht langfristig mal was auf der Seite der Fundraisingszene…

  8. Vielen Dank für den Input! Wir selbst werden versuchen, irgendwie an beiden Events dabei zu sein – denn beide sind wichtige Impuls- und Ideengeber!

  9. Vielen Dank für den Hinweis auf unsere Veranstaltung.

    Vielleicht noch kurz eine Ergänzung an dieser Stelle: Der Fundraising-Kongress richtet sich klassisch sehr konzentriert an Fundraising-Experten. Hier werden viele Modelle und Details des Fundraisings besprochen, etwa die Frage, wie man mit Erbschaftsspendern umgeht, wie man Großspender gewinnt und ähnliches. Das ist sicher ein wichtiges Networking-Event und ein Klassiker für viele Experten auf diesem Gebiet.

    Bei der re:campaign wird es dahingegend ganz gezielt um Kampagnen-Arbeit mit Hilfe des Internets gehen. Einerseits also weniger um das Sammeln von Spenden (obgleich auch das ein Teil einer Kampagne sein kann), sondern vielmehr um die Dynamik und Kultur des Mobilisierens von Unterstützern im Netz. Andererseits um die Eigenheiten und Möglichkeiten der vielen Social Media Tools, die vielen NGOs in Deutschland noch fremd sind. Wir richten uns damit an jene NGOs, die nicht länger warten wollen, sich in diesem Medium zu engagieren, aber noch etwas Starthilfe, gute Best Practises und weiterführende Infos brauchen, um die ersten Schritte zu meistern.

    Ferner kann sich bei uns jeder Teilnehmer auch selbst einbringen mit seinen Themen in einer Session am Samstag – hier ist also ein Bestandteil im Barcamp Prinzip organisiert. Der Eintritt kostet indes nur 80 Euro, nicht 400-800 :-)

    Sicher dennoch ärgerlich, dass es vom Timing her diesmal parallel ist :-)

    Wir würden uns freuen, viele von Ihnen begrüßen zu können…

    LG
    Ole Seidenberg

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