Komm auf die Weide!

Eine attraktive und lustige Fundraising-Seite ist mykuh.com. Sie ist klar überschaubar, verständlich und macht das Spenden via Bankeinzugsformular sehr leicht – auch wenn der Betrag von €350 relativ hoch ist für eine Spontanspende im Internet. Die Idee wurde von der Werbeagentur Grimm Gallun Holtappels realisiert – für die Patengemeinschaft für hungernde Kinder e.V., die sich für indische Ureinwohner engagiert.

Nachdem die Agentur die Seite in der Fachpresse beworben hatte, bekam sie anscheinend Schelte von einer anderen deutschen Agentur, die die Aktion als reine Eigen-PR bezeichnete. Dies führte wiederum zu einer interessanten Diskussion im W&V Kontakter über die Zusammenarbeit zwischen Werbeagenturen und NPO.

Wir finden die Seite, wie gesagt, grundsätzlich fundraisingtauglich, aber uns fehlt die Einbindung in eine Gesamtstrategie der betreffenden Organisation. Das ist eben der Nachteil bei solch punktuellen Aktionen, die zwar in sich funktionieren (können), die Organisation als Ganzes aber nicht unbedingt weiterbringen. Abzulehnen sind derartige Aktionen natürlich nicht, denn sie können auf jeden Fall Spenden bringen. Mit einem integriert arbeitenden, strategisch aufgebauten und nachhaltigen Fundraising-Programm sollten sie jedoch nicht verwechselt werden.

Snapz Pro XSchnappschuss011

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