Ein Artikel von Network for Good über den Generationenwechsel der Spender und über den dafür nötigen Paradigmen-Wechsel bei NPO (sinngemäss übersetzt und gekürzt), dem eigentlich nichts hinzuzufügen ist:
“NPO müssen anders über ihre Spender denken. Wir sind mitten in einem riesigen Generationenwechsel, der grossen Einfluss auf unsere Arbeit hat. Die Generation der Spender, die aus Verpflichtung spendeten und Organisationen ihr Geld in gutem Glauben anvertrauten, verschwindet langsam. Die neuen Spender sind weitaus anspruchsvoller. Sie sehen ihre Spenden als Investition und wollen fundierte Informationen über den Fortschritt der Projekte, die sie unterstützen.
Das heisst, es genügt nicht mehr, ein Bedürfnis anzumelden und ein Dankeschön zu schicken.
NPO sollten sich ihre Organisationen aus der Sicht des Spender anschauen. Zum Beispiel, indem sie regelmässig einen «Sei Dein eigener Spender»-Tag veranstalten: Besuchen Sie Ihre eigene Webseite. Fragen Sie sich als Spender, ob Sie erkennen, was Ihre Organisation tut. Sehen Sie etwas, das eine emotionale Beziehung schafft? Sind Tools vorhanden, mit denen die Inhalte über soziale Netzwerke mitgeteilt werden können? Erscheinen die Stimmen der Spender und Unterstützerinnen in den Inhalten? Wie fühlt sich die Webseite an – wie eine Community oder wie eine Broschüre?
Spenden Sie on- und offline. Wann und wie bedankt man sich bei Ihnen? Was geschieht danach? Rufen Sie Ihre Zentrale an und stellen Sie Fragen. Abonnieren Sie den Email-Newsletter. Twittern Sie Ihre Unterstützung für die Organisation und schauen Sie, was passiert.
Spielen Sie regelmässig «Spender» – mindestens einmal im Vierteljahr. Nur so werden Sie Ihre Schwächen in der Spenderbetreuung entdecken und sich verbessern können.
Ein weiterer Paradigmenwechsel im Fundraising: Beim Spenden geht es heute nicht mehr darum, Bedürfnisse zu stillen, sondern darum, Wirkung zu erzielen. Im Fundraising geht es also nicht darum, was Sie brauchen, sondern darum, was der Spender – durch Sie – erreichen kann. Jeder weiss, dass Sie Geld brauchen. Genau wie tausend andere Organisationen. Wenn das alles ist, was Sie sagen können, sind Sie nur eine unter vielen NPO.
Was ist besonders an Ihnen? Es muss darum gehen, dass Sie zusammen mit dem Spender Dinge erreichen können, die sonst niemand schaffen kann. Diese Wirkung erreichen Sie, indem Sie über Individuen sprechen. Sprechen Sie nicht von grossen Zahlen, erschreckenden Statistiken oder unfassbaren Ergebnissen. Individuelle Erfolgsgeschichten schaffen die emotionale Beziehung zu Ihrer Arbeit, die für die Spenderbeziehung zu wichtig ist. Online-Tools, von Webseiten bis zu Twitter sind sehr hilfreich, um diese Geschichten zu transportieren. Stellen Sie diese einzigartigen Geschichten auf Ihrer Webseite, Ihrer Facebook-Seite, in Ihrem Email-Newsletter in den Fokus. Und am Rand geben Sie dann einen kurzen Überblick, wie viel von den Spenden verwendet wird, um diese Wirkung mit Ihren Programmen zu erzielen.”
Quelle:
Network for Good
Der Originaltext ist übrigens ein Auszug aus dem sehr empfehlenswerten und kostenlosen eBook von NFG «Homer Simpson for Nonprofits».
Tags: Generationen, Spendergenerationen

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