Die lieben Kleinen.

Kinder bringen das Gute im Menschen hervor. Das wussten wir im Fundraising ja schon lange – «glücklich» die Organisation, deren Aufgabe in diesem Bereich liegt und die in der Fundraising-Kommunikation mit Bildern von Kindern (anstatt z.B. von dreizehigen Grossechsen) arbeiten kann. Noch einmal bewiesen wurde die Tatsache durch ein schottisches Experiment, von dem Bernd Röthlingshöfer in seinem Blog berichtet:

«Schottische Psychologen wollten mal wissen, wie es mit der Ehrlichkeit der Mitbürger bestellt ist. Und vor allem, ob es Faktoren gibt, die Menschen ehrlicher agieren lassen. Sie starteten ein interessantes Experiment und verloren dafür (absichtlich!) 240 Geldbörsen – über das ganze Stadtgebiet verteilt. Was sie wissen wollten: Wie viele der Geldbörsen werden ins Fundbüro gebracht? Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Inhalt der Geldbörse und dem Grad der Ehrlichkeit? Es gibt ihn, und zwar auf höchst beeindruckende Weise. Hier sind die Zahlen:

42 % der Geldbörsen wurden zurückgebracht.
48 % der Geldbörsen, die Familienfotos enthielten, wurden zurückgebracht.
54 % der Geldbörsen die Hundefotos enthielten, wurden zurückgebracht.
88 % der Geldbörsen, die Babyfotos enthielten wurden zurückgebracht.

Daraus lässt sich eine Menge ableiten. Erstens, entdeckt man in einer Geldbörse keinerlei persönliche Gegenstände, so aktiviert das wohl wenig Mitgefühl beim Finder. Es fällt leichter, die Geldbörse selbst einzustecken.
Zweitens: Babyfotos lösen die stärksten Gefühle beim Betrachter aus. Drittens: Fotos von Tieren sind offenbar noch etwas wirksamer, als die Abbildungen erwachsener Menschen.»

Und wenn Sie aber nunmal als Organisation für den Schutz und Erhalt dreizehiger Grossechsen besorgt sind? Ist Fundraising dann unmöglich? Natürlich nicht, aber es ist einfach eine ein wenig grössere Herausforderung, das Schicksal Ihrer Schützlinge so persönlich und emotional relevant wie möglich darzustellen. Anders geht es nicht. Suchen Sie also nach Ansatzpunkten, wie Sie Relevanz darstellen können, direkte Bezugspunkte zum Leben Ihrer Zuhörer. Suchen und erzählen Sie Geschichten, die berühren! Die kann man auch bei Grossechsen finden – und wenn gar nichts geht, dann rufen Sie uns.


Quelle:
Bernd Röthlingshöfer…”Und jetzt zur Werbung”
– empfehlenswert!

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