Archiv für die Kategorie ‘Fundraising & Internet’

Spende Deine Idee: Videokampagne von Helvetas.

Donnerstag, 01. Juli 2010

Viel zu viele Organisationen klammern sich an ihre alternden Spender und versuchen gar nicht, Strategien zu entwickeln, um Jüngere anzusprechen. Das Argument ist dann immer, dass diese eben nicht so gut spenden. Das mag ja im Moment noch so sein, aber wer die Jüngeren heute nicht anspricht, dem spenden sie vermutlich morgen auch nicht…

Einen schönen Ansatz, junge Menschen nicht zu Spenden, sondern zu Multiplikations-Aktivität zu mobilisieren, präsentiert Helvetas mit «Spende Deine Idee». Junge Menschen sollen Videos zum Thema «Mit Wasser gegen Hunger» drehen, diese hochladen und verschicken und damit auch in ihrem Umfeld für Unterstützung für Helvetas werben. Helvetas_Videokampagne

Konzepter Christoph Schott und Helvetas freuen sich auf Ihr Feedback. Hier oder dort.

Help Someone With ALS: Geniale Technik oder effektives Fundraising?

Donnerstag, 03. Juni 2010

Die ALS Society of Canada will das Bewusstsein für die Krankheit Amyotrophe Lateralsklerose stärken und Spenden sammeln, um die Forschung nach einem Heilmittel voranzubringen.

Im Juni wurde daher eine interaktive Bannerkampagne lanciert, die es dem Computernutzer ermöglichen soll, physischen Kontakt mit ALS-Kranken aufzunehmen und ihnen bei alltäglichen Verrichtungen zu helfen. Damit bewusst wird, wie zerstörerisch diese Krankheit wirkt – nicht nur auf die Kranken selbst, sondern auch auf ihre Familien.

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Auf der Seite sieht man drei an ALS erkrankte Menschen, denen man wahlweise die Haare kämmen, das Hemd zuknöpfen oder die Wange rasieren kann. Wir haben es ausprobiert: Der technische Effekt ist sicher genial, aber es wird doch zu kurz gegriffen. Mit den Fingerspitzen auf der Maus ist es schwierig, ein Gefühl des körperlichen Kontakts herzustellen, und drei kurze Mausbewegungen reichen auch nicht, um das ganze Ausmass der Krankheitsproblematik erahnen zu lassen. Es entsteht wenig bis keine persönliche Betroffenheit und wenn man trotzdem auf “Spenden” klickt, wird man aus der Kampagnenseite heraustransportiert und steht unversehens auf der ganz normalen und recht überladenen Spendenseite der ALS. Die Aktionsseite wirkt dann irgendwie wie eine davorgeschaltete Spielerei, ein Lockvogel, und nicht wie ein integraler Teil der gesamten Kommunikation.

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Das jedenfalls ist unser Eindruck. Aber evtl. spricht hier die «déformation professionelle»… Was meinen Sie zu dieser Kampagne?

Vom Nutzen der Vielfalt.

Freitag, 21. Mai 2010

Eine schöne neue Seite der «Newborn & Child Survival Campaign» von Save the Children (STC):

«See Where the Good Goes» will Spendern zeigen, wohin ihr Geld geht und wie es eingesetzt wird. Auf der Seite werden lokale MitarbeiterInnen vorgestellt und die Kinder, denen Save the Children bzw. die lokalen MitarbeiterInnen mit diesem Geld helfen konnten:

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Es sind zwar nur fünf Mitarbeiter, die portraitiert werden, was angesichts der Grösse von STC etwas wenig erscheint. Aber der Ansatz ist gut. Die Seite stellt ausserdem die Lösungen vor, mit denen das Problem der Kindersterblichkeit angegangen wird und legt die Betonung darauf, mit wie wenig Geld bereits einem Kind geholfen werden kann, z.B.: «In the field, it costs only $8 for a health worker to treat a child with pneumonia.»

STC bietet auf der Seite auch sehr viele Möglichkeiten, wie man helfen kann: Natürlich durch Spenden, aber auch durch die virale Verbreitung der Inhalte, durch ein Newsletter-Abo, durch die Ansprache von Regierungsbeamten, indem man sich über die Kampagne informiert, indem man organisiert, etc…

Im Fundraising gilt es immer noch als Risiko, dem Spender andere Möglichkeiten der Unterstützung zu bieten als die Spende. Denn die Erfahrung zeigt, dass diese anderen Möglichkeiten dann auch genutzt werden – und weniger gespendet wird.

Andererseits muss heute langfristiger gedacht werden. Es kann nicht mehr nur darum gehen, mit einer isolierten Massnahme möglichst viel Spenden einzunehmen und danach die nächste isolierte Massnahme aufzugleisen. Die alten Spender verschwinden, die Gesellschaft verändert sich und «junge» Menschen (im Alter von 18 bis 48 Jahren…) stellen heute weit mehr Ansprüche an eine sinnvolle, mehrgleisige und integrierte NPO-Kommunikation als ihre Eltern oder Grosseltern.

Um diese Gruppe aus künftigen und bestehenden, kommunikativ anspruchsvollen, Spender abzuholen und zufrieden zu stellen, braucht es online zwingend eine Vielfalt der Möglichkeiten. Und ein langfristiges Denken, das Nutzen auch in nicht-monetären Ergebnissen sehen kann.

My Great Story.

Donnerstag, 06. Mai 2010

Die USA National Down Syndrome Society hat letzten Herbst eine schöne und positive Kampagne mit dem Namen «My Great Story» lanciert, um damit die 400′000 Menschen mit Down Syndrom in den USA zu  feiern. Die Kampagne setzt den Fokus auf inspirierende Geschichten von Menschen mit Down Syndrom, ihren Freunden und Familienmitglieder. Diese  Geschichten werden ab Kampagnenbeginn 12 Monate lang auf der Webseite der Organisation, auf Facebook, auf YouTube präsentiert; die Kampagne nutzt ausserdem Print-Anzeigen und Webbanner.

Hier eines der Banner und eine der Geschichten:

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iheartmom

Dienstag, 27. April 2010

Ein schönes Beispiel für eine ganz einfache Social Media Kampagne: Die Olympiasportlerin Joannie Rochette verlor ihre Mutter wegen einer Herzkrankheit. Daraufhin startete sie mit dem Herz-Zentrum der Universität von Ottawa eine Fundraising- und Bewusstseinskampagne.

Dazu gehört eine leicht überschaubare Kampagnenseite mit YouTube-Video, für alle Hintergrundinformationen wird auf die Universitätsseite verlinkt. Auf der Webseite kann man ganz einfach direkt spenden, man kann sich eine Applikation herunterladen, mit der man mittels iPhone spenden kann und man kann via Facebook Causes Mitglied der Kampagne werden – und dabei evtl. sogar eine Kreuzfahrt für zwei Personen gewinnen.

Und selbstverständlich kann man die Seite mittels Share-Button mit all seinen persönlichen Netzwerken teilen/weitersagen. Die Webseite wird durch bezahlte Werbeanzeigen auf Facebook und anderen Online-Seiten begleitet.

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