Eine schöne neue Seite der «Newborn & Child Survival Campaign» von Save the Children (STC):
«See Where the Good Goes» will Spendern zeigen, wohin ihr Geld geht und wie es eingesetzt wird. Auf der Seite werden lokale MitarbeiterInnen vorgestellt und die Kinder, denen Save the Children bzw. die lokalen MitarbeiterInnen mit diesem Geld helfen konnten:

Es sind zwar nur fünf Mitarbeiter, die portraitiert werden, was angesichts der Grösse von STC etwas wenig erscheint. Aber der Ansatz ist gut. Die Seite stellt ausserdem die Lösungen vor, mit denen das Problem der Kindersterblichkeit angegangen wird und legt die Betonung darauf, mit wie wenig Geld bereits einem Kind geholfen werden kann, z.B.: «In the field, it costs only $8 for a health worker to treat a child with pneumonia.»
STC bietet auf der Seite auch sehr viele Möglichkeiten, wie man helfen kann: Natürlich durch Spenden, aber auch durch die virale Verbreitung der Inhalte, durch ein Newsletter-Abo, durch die Ansprache von Regierungsbeamten, indem man sich über die Kampagne informiert, indem man organisiert, etc…
Im Fundraising gilt es immer noch als Risiko, dem Spender andere Möglichkeiten der Unterstützung zu bieten als die Spende. Denn die Erfahrung zeigt, dass diese anderen Möglichkeiten dann auch genutzt werden – und weniger gespendet wird.
Andererseits muss heute langfristiger gedacht werden. Es kann nicht mehr nur darum gehen, mit einer isolierten Massnahme möglichst viel Spenden einzunehmen und danach die nächste isolierte Massnahme aufzugleisen. Die alten Spender verschwinden, die Gesellschaft verändert sich und «junge» Menschen (im Alter von 18 bis 48 Jahren…) stellen heute weit mehr Ansprüche an eine sinnvolle, mehrgleisige und integrierte NPO-Kommunikation als ihre Eltern oder Grosseltern.
Um diese Gruppe aus künftigen und bestehenden, kommunikativ anspruchsvollen, Spender abzuholen und zufrieden zu stellen, braucht es online zwingend eine Vielfalt der Möglichkeiten. Und ein langfristiges Denken, das Nutzen auch in nicht-monetären Ergebnissen sehen kann.