Archiv für die Kategorie ‘Fundraising & Zielgruppen’

Facebook und die Hochschulen.

Donnerstag, 27. Mai 2010

Facebook ist bei deutschen Studenten immer noch sehr beliebt. Laut Facebookmarketing.de führt die Münchner Ludwig-Maximilian-Universität die Liste mit mehr als 21′000 Nutzern klar an. Das Mittelfeld liegt um die 13′000 Nutzer und wird bestritten von der FU Berlin, der TU München, der RWTH Aachen, der Uni Hamburg und der Uni Köln.  Das Schlusslicht mit knapp 8′000 Nutzern bildet die Uni Tübingen. Die meisten Nutzer finden sich im Studiengang Psychologie, gefolgt von Marketing und Wirtschaft. Medizin, Business und Soziologie bilden hier die Schlusslichter.

Alle Angaben und Grafiken finden Sie auf der Seite Facebookmarketing.de.

Diese Zahlen sind jedoch mitnichten die Anzahl der Fans auf Fanseiten der Universitäten, sondern sie errechnen sich aus der Zahl von Menschen, die auf Facebook angegeben haben, an einer dieser Universitäten zu studieren.  Auf die Idee, Studenten und Alumni mittels Fanseiten einzubinden, scheint nämlich noch kaum eine der grossen Universitäten gekommen zu sein. Bei der Suche nach dem Stichwort “Universität” findet man auf Facebook nämlich fast nur Fanseiten von “kleineren” Unis wie Siegen, Erlangen, Erfurt, Stuttgart, Mannheim, Konstanz, Koblenz, Hohenheim etc…

Das scheint doch etwas merkwürdig. Wir freuen uns, falls Sie dazu eine These haben und helfen, diese Frage zu klären. (Und wenn uns beim Suchen ein Irrtum unterlaufen sein sollte, freuen wir uns natürlich ebensosehr über Aufklärung!)

Generation Y: Zahlen aus USA.

Dienstag, 11. Mai 2010

Auf der Webseite von Chronicle of Philanthropy stellt Peter Panepento die Spender der Generation Y (d.h. Spender zwischen 20 und 30 Jahren) in ein paar sehr interessanten Zahlen vor:

Die Spender aus dieser Generation

  • spenden jährlich durchschnittlich $341
  • unterstützen durchschnittlich 3.6 Organisationen oder Projekte
  • haben zu 57% im letzten Jahr ehrenamtliche Dienste geleistet
  • geben zu 21% an, dass es ihnen sehr wichtig ist, Anderen zu helfen
  • versenden in 24 Stunden durchschnittlich 20 SMS
  • schlafen zu 83% mit dem Handy neben oder im Bett
  • haben zu 29% in den letzten zwei Jahren online gespendet
  • sind zu 37% im letzten Montag dem Online-Social Network einer Organisation beigetreten
  • wollen zu 93% von NPO via Email informiert werden.
Panepento weist auch ausdrücklich darauf hin, dass NPO den Ausbau sozialer Kanäle wie Twitter, Facebook, Handy usw. auf eigene Gefahr vernachlässigen.
Diese Kanäle sind zwar (noch) nirgends «Goldesel» in Bezug auf Spendeneinnahmen. Aber sie sind Gold wert, wenn es darum geht, Beziehungen zu jüngeren Spendergenerationen aufzubauen. Wobei das Wort «jünger» hier nicht allzu eng ausgelegt werden darf: Wer mit den Social Media-Zahlen vertraut ist, weiss, dass gerade die mittelalte Generation die mit am schnellsten wachsende Nutzergruppe darstellt! Was tun Sie, um diese Spender anzusprechen?

Aids: Spagat zwischen den Zielgruppen?

Mittwoch, 20. Januar 2010

Aids wird zunehmend ein ziemliches Spagat-Thema: Awareness-Spots richten sich an jüngere Zielgruppen und werden selbst immer hipper und lustiger. Fürs Fundraising ist es jedoch sicher eine ziemliche Herausforderung, ein in der Öffentlichkeit «lustig» dargestelltes Thema gegenüber Spendern wieder seriös und dringlich darzustellen. Was meinen Sie zu folgendem Spot aus Frankreich? Erleben Sie selbst einen solchen Spagat? Wie lösen Sie ihn?

Nein oder Ja?

Freitag, 11. Dezember 2009

Die meisten Menschen geben schnell auf, wenn sie ein «Nein» hören. Richtig gute Verkäufer – und Grossspenden-Fundraiser müssen auch das sein können – hören jedoch genau hin. Denn manches «Nein» lässt sich zu einem «Ja» machen, wenn man den Subtext dahinter versteht.

Bernard Ross vom Management Center in London, gibt Beispiele dafür:

  • «Nein, nicht dafür.»
    Bieten Sie dem Spender das Falsche? Finden Sie heraus, was ihn wirklich interessiert und formulieren Sie Ihr Angebot entsprechend.
  • «Nein, nicht für Sie.»
    So einen Korb zu kriegen, tut weh… Finden Sie heraus, welche anderen Organisationen die Spenderin unterstützen würde und warum.
  • «Nein, ich nicht.»
    Fragen Sie, warum der Spender Ihre Organisation überhaupt unterstützt. Und wer dieses besonders wichtige Projekte unterstützt, wenn nicht er?
  • «Nein, so nicht.»
    Finden Sie heraus, wie die Spenderin lieber helfen möchte.
  • «Nein, nur wenn…»
    Manche Spender verknüpfen ihre Spende mit einer Bedingung. Vielleicht wollen sie Anerkennung, nur ein bestimmtes Projekt unterstützen oder den Stiftungsratspräsidenten kennenlernen. Finden Sie heraus, was Ihr Spender will und überlegen Sie, ob das seiner Spende angemessen und machbar ist.
  • «Nein, nicht jetzt.»
    In dieser aktuellen Wirtschaftslage kann es sein, dass Menschen helfen wollen, aber im Moment einfach nicht dazu in der Lage sind. Finden Sie heraus, ob die Spenderin evtl. langfristig in Raten spenden möchte. Erklären Sie ihr, dass jedes Bisschen hilft.
  • «Nein, das ist zuviel.»
    Recherchieren Sie – vorher – sorgfältig das Potential Ihres Spenders. Wenn Sie dennoch seine Komfortzone eindeutig überschritten haben, versuchen Sie es mit einer kleineren Spende.
  • «Nein, das ist zuwenig.»
    Bernard Ross erzählt, dass er einmal eine Gedächtnisspende für einen lieben Verstorbenen machen wollte. Er fragte, was er für die Organisation tun könne und jemand sagte, sie bräuchten einen neuen Fernseher. Da war er dann doch leicht beleidigt. Wenn Ihr Spender wirklich etwas leisten will, dann bieten Sie ihm eine angemessene Möglichkeit dafür.
  • «Nein, gehen Sie weg!»
    Respektieren Sie den Wunsch Ihrer Spenderin, aber senden Sie ihr trotzdem eine kleine Karte und danken Sie ihr für ihre Zeit. Vielleicht ist sie davon so überrascht, dass sie es sich noch einmal überlegt.

Quelle:
NonProfit Times Instant Fundraising

FUNdraising könnte doch FUN sein!

Mittwoch, 08. Juli 2009

Die Acumen Fund-Angestellten nahmen am «Take your kids to work»-Tag (23.4.09) ihre Kinder mit ins Büro und brachten ihnen mit viel Spass und Aktivitäten alles über Acumen Fund bei. Die Kinder bastelten, forschten, entwickelten Ideen und veranstalteten sogar eine Schnitzeljagd durchs Gebäude. Zum Abschluss präsentierten sie den Erwachsenen Ideen für Unternehmen, die armen Menschen helfen könnten (Acumen Fund setzt im Kampf gegen Armut auf das Kleinunternehmertum).

Diese Kinder werden noch lange kein Geld spenden können, aber von Acumen Fund sind sie auf jeden Fall überzeugt.

Warum also nicht ein bisschen Zeit und Energie auf das so genannte Jugendmarketing verwenden und immer mal wieder eine Schulklasse einladen? Das kann, wie man sieht, richtig Spass machen. Und wird Ihrer Organisation in 20 Jahren sehr zugute kommen. Sie denken doch hoffentlich so langfristig, oder nicht?