Spende Deine Idee: Videokampagne von Helvetas.

01. Juli 2010

Viel zu viele Organisationen klammern sich an ihre alternden Spender und versuchen gar nicht, Strategien zu entwickeln, um Jüngere anzusprechen. Das Argument ist dann immer, dass diese eben nicht so gut spenden. Das mag ja im Moment noch so sein, aber wer die Jüngeren heute nicht anspricht, dem spenden sie vermutlich morgen auch nicht…

Einen schönen Ansatz, junge Menschen nicht zu Spenden, sondern zu Multiplikations-Aktivität zu mobilisieren, präsentiert Helvetas mit «Spende Deine Idee». Junge Menschen sollen Videos zum Thema «Mit Wasser gegen Hunger» drehen, diese hochladen und verschicken und damit auch in ihrem Umfeld für Unterstützung für Helvetas werben. Helvetas_Videokampagne

Konzepter Christoph Schott und Helvetas freuen sich auf Ihr Feedback. Hier oder dort.

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Success sells!

25. Juni 2010

Die südafrikanische Topsy Foundation setzt auf dramatische Bilder – um Erfolg darzustellen. Dafür nutzt sie einen besonderen Überraschungseffekt – wenn Sie ihn sehen wollen, müssen Sie das Video bis zum Ende schauen:

Snapz Pro XSchnappschuss037

Topsy schreibt auf ihrer Webseite:

«Wir sind alle vertraut mit dem Anblick eines Menschen, der Aids bekommt und vor unseren Augen verschwindet. Aber was die meisten Menschen nicht realisieren, ist dass die Erholung eines Patienten, der antiretrovirale Medikamente (ARV) erhält, ebenso dramatisch ist. In nur 90 Tagen kann ein Mensch seine ganze verlorene Gesundheit wiedererlangen. Das wird “Lazarus Effekt” genannt. Und unsere neue TV-Werbung ist eine Demonstration davon.

In Zusammenarbeit mit Ogilvy Johannesburg und Egg Films haben wir Selinah gefunden, die sich in einem sehr weit fortgeschrittenen Stadium von Aids befand. Wir begannen ihre Behandlung und filmten sie 90 Tage lang jeden einzelnen Tag. Die Verwandlung ist absolut real. Wir haben keine besonderen Techniken oder Tricks in der Bearbeitung eingesetzt. Selinah unterstützt unsere Kampagne – sie will, dass jeder weiss, dass sie ins Leben zurückgebracht wurde durch ARV und ihren eigenen Lebenswillen.»

Jetzt muss «nur» noch dafür gesorgt werden, dass alle Patienten Zugang zu ARV erhalten…In diesem Zusammenhang wäre für diese TV-Werbung z.B. sicher noch eine schnelle Spendenmöglichkeit per SMS wünschenswert gewesen, denn das Video endet nur mit einem allgemeinen Aufruf zur Unterstützung und der Anzeige der Internetadresse der Stiftung. Eine verschenkte Fundraising-Chance – meinen wir. Und was meinen Sie?

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Social Media Best Practice: Erklärung von Bern.

23. Juni 2010

Die Organisation Erklärung von Bern steht für Entwicklungspolitik und gerechte Globalisierung. Sie führt einen kommunikativen und ansprechenden Twitter-Account mit einigen Followern. Kommunikativ und ansprechend, weil hier nicht nur megaphon-mässig Blogposts, Video-Uploads, Medienmitteilungen und Meinungskundgaben der Organisation getwittert werden, sondern weil hier auch auf Kommentare eingegangen und allgemein versucht wird, «menschlich» und damit social media-mässig zu sprechen.

Snapz Pro XSchnappschuss033

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Für die meisten anderen NPO kann man es nicht oft genug wiederholen: Social Media ist kein Sprachrohr, sondern ein Gespräch!

Sie stehen nicht auf einem Podest und verkünden «das Wort» an eine hingegeben lauschende Gemeinde. Sondern Sie befinden sich auf einem Fest mit vielen unbekannten Menschen. Sie können hier Kontakte knüpfen, Aufmerksamkeit gewinnen und sogar Freunde finden – aber nur, wenn Sie sich auch entsprechend verhalten.

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Schweizer NPO-Twitterer.

23. Juni 2010

(Ergänzter Artikel)
Gestern wurde im Twitter gefragt, ob es denn Listen von twitternden Schweizer NPO gebe. Wir hatten leider keine, aber glücklicherweise führt Erklärung von Bern eine solche Liste – ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Dazu kommen noch ein paar NPO von Listen bei @E_Fundraising. Es twittern also in der Schweiz bekanntermassen:

Schweizer Flüchtlingshilfswerk: @sfh_schweiz
MaxHavelaar: @MaxHavelaarCH
Greenpeace: @greenpeace_ch
WWF: @WWF_Schweiz
PeaceBrigades: @PBISwitzerland
Medicus Mundi: @Netzwerk_MMS
Öbu: @oebu_proofit
Swissaid: @swissaid
Alliance Sud: @dok_alliancesud
Caritas: @CaritasSchweiz
Erklärung von Bern: @erklaerung
Amnesty Schweiz: @aufbald (Twitterkonto für Max Göldi)
WorldVision:@World_Vision_CH

Für weitere Hinweise sind wir und sicher auch alle anderen Schweizer Twitter-NPO dankbar!

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Die lieben Kleinen.

18. Juni 2010

Kinder bringen das Gute im Menschen hervor. Das wussten wir im Fundraising ja schon lange – «glücklich» die Organisation, deren Aufgabe in diesem Bereich liegt und die in der Fundraising-Kommunikation mit Bildern von Kindern (anstatt z.B. von dreizehigen Grossechsen) arbeiten kann. Noch einmal bewiesen wurde die Tatsache durch ein schottisches Experiment, von dem Bernd Röthlingshöfer in seinem Blog berichtet:

«Schottische Psychologen wollten mal wissen, wie es mit der Ehrlichkeit der Mitbürger bestellt ist. Und vor allem, ob es Faktoren gibt, die Menschen ehrlicher agieren lassen. Sie starteten ein interessantes Experiment und verloren dafür (absichtlich!) 240 Geldbörsen – über das ganze Stadtgebiet verteilt. Was sie wissen wollten: Wie viele der Geldbörsen werden ins Fundbüro gebracht? Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Inhalt der Geldbörse und dem Grad der Ehrlichkeit? Es gibt ihn, und zwar auf höchst beeindruckende Weise. Hier sind die Zahlen:

42 % der Geldbörsen wurden zurückgebracht.
48 % der Geldbörsen, die Familienfotos enthielten, wurden zurückgebracht.
54 % der Geldbörsen die Hundefotos enthielten, wurden zurückgebracht.
88 % der Geldbörsen, die Babyfotos enthielten wurden zurückgebracht.

Daraus lässt sich eine Menge ableiten. Erstens, entdeckt man in einer Geldbörse keinerlei persönliche Gegenstände, so aktiviert das wohl wenig Mitgefühl beim Finder. Es fällt leichter, die Geldbörse selbst einzustecken.
Zweitens: Babyfotos lösen die stärksten Gefühle beim Betrachter aus. Drittens: Fotos von Tieren sind offenbar noch etwas wirksamer, als die Abbildungen erwachsener Menschen.»

Und wenn Sie aber nunmal als Organisation für den Schutz und Erhalt dreizehiger Grossechsen besorgt sind? Ist Fundraising dann unmöglich? Natürlich nicht, aber es ist einfach eine ein wenig grössere Herausforderung, das Schicksal Ihrer Schützlinge so persönlich und emotional relevant wie möglich darzustellen. Anders geht es nicht. Suchen Sie also nach Ansatzpunkten, wie Sie Relevanz darstellen können, direkte Bezugspunkte zum Leben Ihrer Zuhörer. Suchen und erzählen Sie Geschichten, die berühren! Die kann man auch bei Grossechsen finden – und wenn gar nichts geht, dann rufen Sie uns.


Quelle:
Bernd Röthlingshöfer…”Und jetzt zur Werbung”
– empfehlenswert!

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