Psychologen haben schon lange nachgewiesen, dass zuviel Auswahl überfordern kann. In einem unter vielen Experimenten zum Thema stellten Dr. Sheena Iyengar und Dr. Mark Lepper in einem höherpreisigen Lebensmittel-Geschäft in Kalifornien einen kleinen Stand auf, an dem man Konfitüren verkosten und kaufen konnte. An manchen Tagen gab es nur sechs verschiedene Sorten, an anderen Tagen dagegen 24 Sorten Konfitüre. Und obwohl die grössere Auswahl mehr Publikum anlockte, wurde an den Tagen mit der kleineren Auswahl mehr verkauft. Je mehr Auswahl die Menschen hatten, desto schwerer fanden sie es, sich zu entscheiden.
Heute lesen wir viele verschiedene Meinungen: NPO sollen dem Spender viele Möglichkeiten geben, zu spenden. Nein: Spender fühlen sich überfordert von zu vielen Möglichkeiten und spenden dann überhaupt nicht…
Wie immer, stimmt beides. Spender wollen heute mitentscheiden, wie und wo ihr Geld verwendet wird. Aber Spender leiden – wie wir alle – auch unter einer ständigen, alltäglichen Informations- und Entscheidungsüberflutung. So vieles ist möglich, so vieles will entschieden werden. Manchmal sollte das Leben doch bitte wieder ganz einfach sein…
Was heisst das nun für NPO? Wie immer bedeutet es eine Gratwanderung zwischen so viel wie möglich vom Einen und gerade so viel wie nötig vom Anderen. Geben Sie Ihren Spendern verschiedene Möglichkeiten, aber helfen Sie ihnen bei der Auswahl. Durch eine Vor-Sortierung der Möglichkeiten, durch geschicktes Texten, durch eine strategische Blick-Führung, eine Steuerung der Menü-Auswahl, etc…

