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Speed Dating für Ehrenamtliche.

Donnerstag, 19. November 2009

Ein ganz neues CSR-Konzept wird in New York erprobt. Banana Republic spannt zusammen mit lokalen NPO, aber nicht für finanzielle Unterstützung…

Seit Anfang November finden Shopper in New Yorker Banana Republic Läden nicht nur Pullover und Mäntel, sondern auch Vertreter lokaler Organisationen, die um Ehrenamtliche werben.

Der Einzelhändler will mit seinem neuen Charitykonzept Kunden in Verbindung bringen mit NPO, bei denen sie sich vielleicht gerne engagieren möchten.  Bei den NPO handelt es sich vor allem um lokale Freiwilligenorganisationen: «Mode ist unseren Kunden wichtig, aber das ist nicht das einzige, was für sie zählt. Unsere Kunden sind ziemlich engagiert in ihren Gemeinden.», so Jack Calhoun, Präsident von Banana Republic.

Das Programm heisst One+All und wird auf der Firmenseite von Banana Republic beworben. Es wurde im Rahmen von Service Nation gestartet, einer öffentlichen Kampagne für Freiwilligenarbeit, und wird nächstes Jahr auf andere amerikanische Städte ausgeweitet.

Gap Inc., der Eigentümer von Banana Republic, hat eine Unternehmenskultur, die zu freiwilligem Engagement motiviert, sagt Calhoun, der sich selbst im Vorstand der Gay and Lesbian Alliance Against Defamation und im Vorstand der San Francisco Oper engagiert.

Die Angestellten der BR-Läden hatten schon früher selbständig Charity Kampagnen organisiert, z.B. eine örtliche Familie für die Feiertage adoptiert. Die One+All Kampagne soll jedoch weiter reichen, da die Angestellten von Banana Republic NPO-Vertreter in dem trainieren werden, was sie am besten können: ein Produkt verkaufen. Sie bringen ihnen die so genannte «Elevator Speech» bei, d.h. in ca. 2 Minuten alles zu kommunizieren, was sie brauchen und bieten. Denn die NPO haben jeweils nur 90 Minuten Zeit, um in den Läden um Ehrenamtliche zu werben.

Ehrenamtliche zu finden, ist für NPO schon immer schwierig gewesen, in der Rezession aber noch problematischer geworden, da viele NPO hochqualifizierte Angestellte entlassen mussten. Da die Zielgruppe von Banana Republic grösstenteils aus hochqualifizierten Professionals besteht, haben die NPO gute Chancen, dort Ehrenamtliche zu finden, die genau das können, was gebraucht wird.

Quelle:
New York Times

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