Mit ‘Kinder’ getaggte Artikel

Die lieben Kleinen.

Freitag, 18. Juni 2010

Kinder bringen das Gute im Menschen hervor. Das wussten wir im Fundraising ja schon lange – «glücklich» die Organisation, deren Aufgabe in diesem Bereich liegt und die in der Fundraising-Kommunikation mit Bildern von Kindern (anstatt z.B. von dreizehigen Grossechsen) arbeiten kann. Noch einmal bewiesen wurde die Tatsache durch ein schottisches Experiment, von dem Bernd Röthlingshöfer in seinem Blog berichtet:

«Schottische Psychologen wollten mal wissen, wie es mit der Ehrlichkeit der Mitbürger bestellt ist. Und vor allem, ob es Faktoren gibt, die Menschen ehrlicher agieren lassen. Sie starteten ein interessantes Experiment und verloren dafür (absichtlich!) 240 Geldbörsen – über das ganze Stadtgebiet verteilt. Was sie wissen wollten: Wie viele der Geldbörsen werden ins Fundbüro gebracht? Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Inhalt der Geldbörse und dem Grad der Ehrlichkeit? Es gibt ihn, und zwar auf höchst beeindruckende Weise. Hier sind die Zahlen:

42 % der Geldbörsen wurden zurückgebracht.
48 % der Geldbörsen, die Familienfotos enthielten, wurden zurückgebracht.
54 % der Geldbörsen die Hundefotos enthielten, wurden zurückgebracht.
88 % der Geldbörsen, die Babyfotos enthielten wurden zurückgebracht.

Daraus lässt sich eine Menge ableiten. Erstens, entdeckt man in einer Geldbörse keinerlei persönliche Gegenstände, so aktiviert das wohl wenig Mitgefühl beim Finder. Es fällt leichter, die Geldbörse selbst einzustecken.
Zweitens: Babyfotos lösen die stärksten Gefühle beim Betrachter aus. Drittens: Fotos von Tieren sind offenbar noch etwas wirksamer, als die Abbildungen erwachsener Menschen.»

Und wenn Sie aber nunmal als Organisation für den Schutz und Erhalt dreizehiger Grossechsen besorgt sind? Ist Fundraising dann unmöglich? Natürlich nicht, aber es ist einfach eine ein wenig grössere Herausforderung, das Schicksal Ihrer Schützlinge so persönlich und emotional relevant wie möglich darzustellen. Anders geht es nicht. Suchen Sie also nach Ansatzpunkten, wie Sie Relevanz darstellen können, direkte Bezugspunkte zum Leben Ihrer Zuhörer. Suchen und erzählen Sie Geschichten, die berühren! Die kann man auch bei Grossechsen finden – und wenn gar nichts geht, dann rufen Sie uns.


Quelle:
Bernd Röthlingshöfer…”Und jetzt zur Werbung”
– empfehlenswert!

Wie Luft und Wasser: Medienkonsum bei Kindern.

Montag, 01. Februar 2010

Wir mögen davon halten, was wir wollen. Tatsache ist, dass neue Generationen mit dem Bildschirm aufwachsen:

Die Kaiser Family Foundation führte in den USA unlängst eine Studie zur Mediennutzung durch, deren Ergebnisse die Autoren erschreckten.

Die letzte Studie mit 8- bis 18jährigen Kindern und Jugendlichen war vor fünf Jahren durchgeführt worden. Damals lag der Medienkonsum der Teilnehmer bei knapp sechseinhalb Stunden pro Tag. Heute liegt dieser Durchschnitt bei siebeneinhalb Stunden pro Tag.

Dabei nahm die Zeit vor dem Fernseher ab, während die Zeit, die die Kinder mit Musik, PC, Videospielen, Printmedien und Filmen verbringen, zunahm. Dazu kommt allerdings, dass viele Kinder mehrere Medien gleichzeitig konsumieren, sodass die Gesamtzeit für alle Medien eher bei ca. 11 Stunden pro Tag liegt. Dabei sind Gespräche am Handy oder SMS nicht mit eingerechnet.

Amerikanische Fachleute, wie der Kinderarzt Dr. Michael Rich, kommen heute mehr und mehr zu Ansicht, dass es sinnlos geworden ist, über positive oder negative Einflüsse des Medienkonsums zu debattieren. Er meint, Kinder konsumieren heute Medien so wie sie «atmen, trinken und essen».

Medien in all ihren Formen werden für die meisten Menschen auch in unserer Kultur und Gesellschaft banaler, normaler Teil des Alltags.  Pädagogen müssen sich darüber Gedanken machen, wie damit umzugehen ist.

Fundraising als Form von Marketing muss sich dieser Entwicklung anpassen und Fundraiser sollten sich mit allen Medienkanälen vertraut machen. Niemand kann alleine alle Kanäle und ihre Einsatzmöglichkeiten umfassend kennen und für jedes Medium gibt es Spezialisten. Aber jeder Fundraiser sollte sich auf Twitter, Facebook und StudiVZ wenigstens einmal umgesehen haben. Jede Fundraiserin sollte sich über die Auswirkungen des digitalen Bestellfernsehens Gedanken machen. Und jeder Fundraiser sollte ungefähr wissen, was auf Handys und Smartphones möglich ist. Um nur einige Medienkanäle zu nennen.

Mehr zum Thema/Quellen:

Businessinsider
New York Times
Mashable

FUNdraising könnte doch FUN sein!

Mittwoch, 08. Juli 2009

Die Acumen Fund-Angestellten nahmen am «Take your kids to work»-Tag (23.4.09) ihre Kinder mit ins Büro und brachten ihnen mit viel Spass und Aktivitäten alles über Acumen Fund bei. Die Kinder bastelten, forschten, entwickelten Ideen und veranstalteten sogar eine Schnitzeljagd durchs Gebäude. Zum Abschluss präsentierten sie den Erwachsenen Ideen für Unternehmen, die armen Menschen helfen könnten (Acumen Fund setzt im Kampf gegen Armut auf das Kleinunternehmertum).

Diese Kinder werden noch lange kein Geld spenden können, aber von Acumen Fund sind sie auf jeden Fall überzeugt.

Warum also nicht ein bisschen Zeit und Energie auf das so genannte Jugendmarketing verwenden und immer mal wieder eine Schulklasse einladen? Das kann, wie man sieht, richtig Spass machen. Und wird Ihrer Organisation in 20 Jahren sehr zugute kommen. Sie denken doch hoffentlich so langfristig, oder nicht?