Mit ‘SMS’ getaggte Artikel

Kleinvieh macht auch Mist.

Dienstag, 06. Juli 2010

Joe Frandoni schreibt auf der Blogseite «Technology in the Arts» über Mikrospenden-Kampagnen.

Er bezieht sich dabei unter anderem auf die Obama-Kampagne, die Nelson Mandela Stiftung und das Amerikanische Rote Kreuz, die alle auf elektronische Mikrospenden gesetzt haben, um erfolgreich finanzielle und ideelle Unterstützung zu sammeln:

«Diese Organisationen behandeln 300 $10-Spenden als gleichwertig und oft sogar noch als wertvoller als eine einzige $3’000-Spende. Die Summe des Geldes wird mitunter weniger wichtig, als die Anzahl der Menschen, die sie spenden. Bei Mikrospenden-Kampagnen geht es darum, so viele Menschen wie möglich ins Boot zu holen und ihre gesammelte Unterstützung zu nutzen, um sowohl Aufmerksamkeit als Spenden zu generieren.

Eine Mikrospende kann als kleine Spende definiert werden, normalerweise auf elektronischem Weg und meistens assoziiert mit der Unterstützung für ein Anliegen, ein Projekt oder einen Menschen. Als Instrumente werden Point-and-Click-Plattformen, Email- oder auch SMS-Kampagnen eingesetzt.

Gute Gründe dafür:

  • Geringe Investition an Zeit
  • Geringe Implementierungskosten mit hohem ROI
  • Erweiterung der Zielgruppen
  • Erschliessung neuer Spender
  • Generierung von Interesse
  • Generierung von “Mund-zu-Mund”-Unterstützung
  • Einfache Social Media Integration
  • Gibt der Organisation grosse Sichtbarkeit

Alles hat Nachteile: So sind Mikrospenden natürlich nicht besonders effektiv, wenn es um das Public Fundraising allgemein geht, um Grossspenden oder Betriebskapital.

Rich Mintz, der Mann hinter der Obama-Kampagen und der Haiti-Hilfsaktion des Amerikanischen Roten Kreuzes gibt 5 Tipps für erfolgreiche Mikrospenden-Kampagenen und/oder Online Spendenprogramme:

  1. Machen Sie es einfach online zu spenden und sich zu registrieren. Mikrospenden sollten der einfachste Weg sein, einer Organisation zu spenden und sie sollten in weniger als 3 Klicks oder durch eine einfache Antwort auf ein SMS oder eine Email zu bewerkstelligen sein.
  2. Belohnen Sie Menschen, die sich registriert haben, mit nützlichen Nachfass-Kontakten und -Inhalten. Schicken Sie eine adressierte Email oder SMS innerhalb von 24 Stunden, in der Sie darauf eingehen, was der Spender unterstützt und wie seine Unterstützung hilft.
  3. Sagen Sie, wie wichtig Spenden sind – auch die kleinen. Jeder Spender, auch der, der nur $5 gibt, sollte fühlen, dass er etwas getan und bewirkt hat. Damit ebnen Sie den Weg für zukünftige Unterstütung und Spenden.
  4. Schaffen Sie Möglichkeiten, online bei etwas mitzumachen. Eine Online-Community und Online-Interaktivität bietet Menschen eine Möglichkeit, sich auch im virtuellen Raum mit der Organisation zu beschäftigen.
  5. Geben Sie den Menschen eine Ahnung davon, was hinter den Kulissen alles passiert. Ein Blick hinter die Kulissen einer Organisation wirkt transparent und bietet ein Gefühl der Gemeinsamkeit. Gesichter, Persönlichkeiten, Menschen gehören auf einmal zu den Namen, das ist wichtig, wenn eine Unterstützungsbasis aufgebaut werden soll.»

(leicht gekürzte Übersetzung)

Unsere Anmerkung:
Mikrospenden sind, wie immer im Fundraising, kein Zaubermittel, das immer und für alle NPO gleich gut wirkt. Der Schlüssel zu Mikrospenden-Kampagnen liegt auch in den Geschichten, die erzählt werden können, in ihrer Relevanz, und in der Grösse der schon bestehenden Öffentlichkeit, in der die NPO sich bewegt. Mikrospenden-Kampagnen sind vermutlich kein sinnvoller Weg für eine NPO, die ein eher marginales Thema behandelt und ganz am Anfang ihrer Geschichte als Spendenorganisation steht. Für alle anderen Organisationen ist es nötig, die eigenen Ziele abzuschätzen, gegebenenfalls auch zu erweitern, die besten Instrumente und Kanäle zu definieren und diese effektiv miteinander zu integrieren. Dabei helfen wir Ihnen, wie immer, sehr gerne :-)