Statistische Zahlen zum Thema Social Media erregen immer sehr viel Interesse. Sie bieten Anhaltspunkte, um die eigene Situation zu vergleichen und einzuschätzen. Wir haben uns den vollen Bericht zu Gemüte geführt und bringen Ihnen hier ein paar weitere interessante Statistiken und Aussagen zur Nutzung von Sozialen Medien in amerikanischen Nonprofit-Organisationen:
- Die grössten Anteile auf Facebook vertreten internationale NPO (97%), NPO im Bereich Umwelt und Tierschutz (91%) und NPO im Bereich Kunst und Kultur (89%).
- Das Netzwerk LinkedIn wird in den USA vor allem von Berufsverbänden und Bildungsinstitutionen genutzt.
- Die Bereitschaft, einzusteigen und substantielle Ressourcen für die sozialen Kanäle bereitzustellen, ohne die Aussicht auf einen klaren ROI, unterscheidet diejenigen Organisationen, die viel Zufriedenheit mit den sozialen Medien bekunden, von den Organisationen, die eher zurückhaltend agieren und eher mittelmässige Resultate erhalten.
- Marketing-Abteilungen, die externe Communities wie Facebook managen, interessieren sich für den Traffic auf der Seite als Mess-Grösse, während Kommunikationsabteilungen eher Wert auf die Zahl der Mitglieder legen. Facebook-Gruppen oder -Seiten, die von Kommunikationsabteilungen gemanagt werden, haben durchschnittlich knapp 1′000 mehr Mitglieder als solche, die von Fundraising-Abteilungen gemanagt werden.
Inhouse-Communities:
- 22% der Organisationen geben an, 2010 eine eigene inhouse-Community zu managen. Das ist ein Rückgang gegenüber 31% im Jahr 2009. Laut dem Bericht ist aber noch nicht klar, worin die Gründe zu suchen sind. Ob in der momentan schlechten Wirtschaftslage oder in einem allgemeinen Trend, eigenen Communities aufgrund von Kosten-Nutzen-Überlegungen den Rücken zu kehren.
- Die durchschnittliche Grösse eigener Communities liegt bei 3′520 Mitgliedern, 50% mehr als bei vergleichbaren Facebook-Gruppen oder Fanseiten (durchschnittlich 2′440 Mitglieder).
- Dreiviertel der Organisationen mit eigenen Communities gaben an, damit «ziemlich zufrieden» bis «sehr zufrieden» zu sein.
- Ein Drittel der eigenen Communities werden von den Fundraising-Abteilungen gemanagt.
- 50% der Organisationen mit eigenen Communities gaben an, in den letzten 12 Monaten mehr als $ 1′000 eingenommen zu haben. Allerdings: 68% der Organisationen, die eigene Communities haben, betreiben gar kein Fundraising (Dies trifft übrigens auch auf 60% der Organisationen zu, die Facebook-Seiten betreiben – Aussagen zur Fundraisingtauglichkeit von Communities sollten also immer differenziert angeschaut werden!).
- Als Messgrössen für den Erfolg eigener Communities werden vor allem die Anzahl der registrierten Mitglieder und die Anzahl der Besucher gesehen. Gefolgt von Nutzer-Content, Feedback, Anzahl neuer Unterstützer, Konversionsrate und Spenden.
Die teilnehmenden Organisationen:
- Zwischen 3.2. und 15.3.2010 wurden amerikanische NonProfit-Organisationen befragt, 1′173 Organisationen nahmen an der Studie teil.
- 53% von diesen Organisationen haben weniger als 20 Angestellte.
- 40.5% haben ein Jahres-Budget von weniger als einer Million US-Dollar. 31.3% liegen zwischen 1 und 5 Millionen.
- 72.9% arbeiten in den Bereichen Human Services, Bildung, Gesundheit oder bürgerschaftliche Gesellschaft.
Anmerkung:
Zahlen zur Nutzung sozialer Netze in den USA wie aus dem Nonprofit Social Network Benchmark Report sind interessante Ansatzpunkte für die Diskussion. Um jedoch zu differenzierten Aussagen zu gelangen, die in der eigenen Strategieplanung wirklich von Nutzen sind, empfiehlt es sich auf jeden Fall, den vollen Bericht kostenlos herunterzuladen.


